Was ist KERATOKONUS?
Der Keratokonus (übersetzt: Hornhautkegel) ist eine nicht entzündliche Hornhauterkrankung der Augen. Es kommt zu einer vermehrten Vor- und Auswölbung der Hornhaut, die obersten Schichten des so genannten Epithels verformen sich. Durch die Verformung nimmt die Hornhautdicke ab. Dadurch werden auch die an das Epithel angrenzenden Basal- und Bowman-Membranen dünner und können vernarben. Die Hornhaut ist ein wichtiger Bestandteil der Optik, ist die Hornhaut nicht stabil genug, wird das Sehen beeinträchtigt.
Betroffene leiden unter Schwankungen in der Sehschärfe und unter Abnahme der Sehstärke trotz Brille oder Kontaktlinsen. Manche Patienten nehmen Lichtringe um Leuchtquellen, so genannte Halos, wahr. Außerdem können Schatten an Buchstaben oder Gegenständen (Ghosting), sowie Schlieren das Sehen behindern. Die Augen von Keratokonus-Patienten sind zudem lichtempfindlicher als die von gesunden Menschen.
Der Keratokonus gehört zu den seltenen Krankheiten und wird daher oft erst spät erkannt. Am Anfang ist er nur mit medizinischen Hilfsmitteln zu erkennen, im fortgeschrittenen Stadium aber sogar mit bloßem Auge sichtbar.
Trotz großangelegter Studien ist die genaue Ursache der Krankheit bisher nicht bekannt. Der Keratokonus tritt aber häufig familiär auf, Wissenschaftler gehen deshalb davon aus, dass eine vererbbare Komponente eine Rolle spielt. Neuere wissenschaftliche Erkenntnisse machen auch eine Stoffwechselstörung für die Entstehung eines Keratokonus verantwortlich. Es gibt zudem Theorien, dass Infektionen oder ein zu schwaches Kollagen in der Hornhaut als Verursacher in Frage kommen. Diese Theorien sind wissenschaftlich bisher jedoch nicht belegt.
Eine Heilung des Keratokonus gibt es nicht. Es besteht einzig die Möglichkeit, die Progression zu stoppen und dadurch ein weiteres Fortschreiten zu verhindern.