Crosslinking

Das Crosslinking (Quervernetzung) stabilisiert die Kollagenfasern der Hornhaut und verhindert dadurch ein weiteres Fortschreiten des Keratokonus. In anderen Fachbereichen, wie beispielsweise der Orthopädie oder der Herzchirurgie, hat sich das Crosslinking bereits vor vielen Jahren etabliert.

Mit Hilfe des lichtempfindlichen aber hitzebeständigen B-Vitamins Riboflavin (B2) und UV-Strahlung werden die einzelnen Fasern des Bindegewebes der Hornhaut vernetzt und die Hornhaut dadurch gestärkt. Der Vorgang lässt sich mit einem Netz vergleichen, das durch zusätzliche Verstrebungen mechanisch stabilisiert wird. Die Transparenz der Hornhaut bleibt erhalten.

Der Vorgang

Die Crosslinking-Behandlung kann ambulant unter örtlicher Betäubung des Auges durchgeführt werden. Das Crosslinking erfolgt in zwei Schritten und dauert inklusive der Vorbereitung etwa 90 Minuten.

Zunächst wird die oberste Schicht der Hornhaut, das Epithel, entfernt. Anschließend werden die Riboflavin-Augentropfen auf das Auge geträufelt und 30 Minuten lang mit UV-Licht bestrahlt.

Nach der Behandlung wird den Patienten eine therapeutische Verbandskontaktlinse eingesetzt. Nach wenigen Tagen wird diese dann wieder entfernt.

Nach der Behandlung

Nach der Behandlung treten Schmerzen auf, da das Epithel noch nicht verheilt ist. Diese dauern im Durchschnitt etwa 48 Stunden.

In den ersten drei bis vier Wochen nach der Behandlung müssen die Patienten entzündungshemmende und antibiotische Augentropfen verwenden, damit das Auge in Ruhe verheilen kann und keine Infektionen auftreten. Es kann während dieses Zeitraumes dazu kommen, dass die Augen jucken und gerötet sind. Zudem besteht eine erhöhte Lichtempfindlichkeit und die Sicht kann verschwommen sein.

Nach der Crosslinking-Behandlung ist die Korrektur mit einer formstabilen Kontaktlinse meist wieder möglich und erlaubt in vielen Fällen eine Steigerung der Sehkraft. Die Lebensqualität verbessert sich dadurch erheblich.

Die Kosten

Die Kosten für das Crosslinking belaufen sich auf etwa 1000 Euro pro Auge. Von den Krankenkassen werden diese momentan noch nicht übernommen.

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